CREATING POWER SOLUTIONS

Industriedieselmotoren

Hatz 3H50 – erschaffen für Kompaktmaschinen

Zusammen mit den bereits etablierten Hatz 4H50-Motoren werden neu entwickelte Common-Rail-Dreizylinder die wassergekühlte Produktfamilie der H-Serie ab 2018 bilden.

Für kompakte Anwendungen entwickelt

Das Konzept der neuen Dreizylindermotoren zielt auf die heutige Kompaktmaschinenklasse bis 37 Kilowatt. Speziell in diesem Bereich kommt es nicht nur darauf an, Motoren in einem kompakten Bauraum unterzubringen: Form und Funktion der Maschinen müssen unverändert bleiben. Ist eine Abgasnachbehandlung erforderlich, profitiert der kleine Bruder des Vierzylinders besonders von der Kompaktheit und den geringen Rohemissionen der H-Familie.

Dreizylinder Hatz 3H50 – Blick auf die Schwungradseite

Geringerer Platzbedarf, gesteigerte Leistung

Die Automobilindustrie lebt das Downsizing-Konzept seit Jahren erfolgreich vor. Den neuen Dieselmotoren als Teil der H-Familie ist dieses Konzept in die Wiege gelegt. Als erster Downsizing-Industriemotor mit drei Zylindern ersetzt der Hatz 3H50 mit maximal 2800 Umdrehungen pro Minute und gerade mal 1,5 Litern in Zukunft Motoren mit weit mehr als 2,5 Litern Hubraum. Drehmoment und Ansprechverhalten sind dabei der heutigen Generation deutlich überlegen. Gleichzeitig werden die Verbrauchswerte erheblich gesenkt.

Verantwortlich ist dafür nicht zuletzt die iHACS-Technologie (intelligent Hatz Advanced Combustion Strategy). Ihre ausgeklügelte Brennraumgeometrie, die Einspritztechnologie von Bosch, geringstmögliche Reibung und ein Wastegaste-Turbolader mit maximal 1,7 Bar Ladedruck sorgen für das richtige Maß an Leistung auf weniger als einem fünftel Kubikmeter Bauraum. In einem Wort: Rightsizing.

Auf Emissionsstandards abgestimmt

Dem Familiengedanken folgend, orientieren sich die verschiedenen Hatz 3H50-Modelle ebenfalls an den geltenden und künftigen Emissionsstandards.

Dreizylinder Hatz 3H50TI – Ansicht der heißen Seite

Hatz 3H50TI

Der 133 Kilogramm leichte Hatz 3H50TI kommt völlig ohne Abgasnachbehandlung aus. Trotzdem erreicht der Motor im Leistungsbereich von 19 bis 37 Kilowatt die Standards EU Stage IIIA und US EPA Tier 4 interim. Der Verzicht auf schwefelsensitive Bauteile ermöglicht den Einsatz von Kraftstoffen bis 5000 ppm Schwefel. Außerdem sind höhere Freigabetemperaturen als bei den andern 3H50-Modellen möglich. Mit einem maximalen Drehmoment von 200 Newtonmetern (bei 1600 bis 2200 Umdrehungen pro Minute) und bis zu 46 Kilowatt bildet der Hatz 3H50TI die Leistungsspitze der Dreizylinder.

Dreizylinder Hatz 3H50TIC – Sicht aufs Schwungrad und die heiße Seite

Hatz 3H50TIC

Für den US-amerikanischen Markt und Kanada sowie einige asiatische Länder ist vor allem der Hatz 3H50TIC konzipiert. Um die Emissionsstandards EPA Tier 4 final und EU Stage IIIB zu erfüllen sorgt die bewährte Kombination aus extern gekühlter Abgasrückführung (AGR) und Diesel-Oxidationskatalysator (DOC) für die notwendige Reduzierung umweltschädlicher Stoffe – ganz ohne Dieselpartikelfilter (DPF). Dabei leistet der Motor immer noch bis zu 42 Kilowatt und bietet ein Drehmoment von 185 Newtonmetern. Die zusätzliche Ausstattung bringt rund 20 Kilogramm mehr Gewicht mit sich.

Dreizylinder Hatz 3H50TICD – Blick auf den Dieselpartikelfilter (DPF) auf der Schwungradseite

Hatz 3H50TICD

Die erwarteten Anforderungen der neuen Emissionsstufe EU Stage V werden Dieselmotoren dieser Leistungsklasse jedoch nicht ohne Partikelfilter erfüllen können. Der Hatz 3H50TICD ist mit Hilfe eines DPF bei sonst gleichen Leistungswerten auf zukünftige Emissionsstandards bestens vorbereitet. Die individuelle Konfiguration des Hatz DPF-Systems optiHEAT sorgt dabei für einen möglichst langen Zeitraum zwischen zwei Regenerationen.

Dreizylinder Hatz 3H50 OPU – Blick auf den Kühler

Open Power Unit: die Plug’n’Play-Lösung

Besonders Maschinenherstellern mit wenig Kapazitäten in der Auslegung von Kühlern, der Verschlauchung und der Verkabelung der Elektronik verschafft das Hatz OPU-Konzept eine enorme Einbauerleichterung. Mobile Maschinen wie beispielsweise Hebebühnen, Hydraulikaggregate, Forstmaschinen, Bohrgeräte sowie stationäre Anwendungen wie Pumpen und Generatoren stehen dabei im Fokus. Alle Motoren der H-Serie stehen auch in einer OPU-Version zur Verfügung. Kundenseitig müssen nur noch Kraftstoffversorgung, Steuereinheit und Batterie angeschlossen werden.


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